Wie kann die Wärmeversorgung in Olching künftig verlässlich, nachhaltig und langfristig tragfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kommunale Wärmeplanung, die nun offiziell gestartet ist. Die Stadt Olching hat dafür die Energieagentur KLIMA³ mit der Planung und fachlichen Koordination beauftragt. Die Stadtwerke Olching sind als Betreiber des bestehenden Wärmenetzes eng in den Prozess eingebunden und bringen ihre Erfahrung und ihr Wissen über die örtliche Wärmeinfrastruktur ein.
Wärmeversorgung der Zukunft im Blick
Zu Beginn wird untersucht, wie die Wärmeversorgung in Olching heute aussieht, wo besonders hohe Wärmebedarfe bestehen und welche lokalen und erneuerbaren Wärmequellen künftig genutzt werden können.
Auf dieser Grundlage soll der Wärmeplan aufzeigen, welche Versorgungswege in den verschiedenen Gebieten grundsätzlich möglich sind – beispielsweise über Wärmenetze oder dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen.
Mit dem bestehenden Wärmenetz und der Wärme aus dem Müllheizkraftwerk der GfA in Geiselbullach verfügt Olching bereits über eine wichtige Grundlage. Im Rahmen der Wärmeplanung wird unter anderem untersucht, wo das Wärmenetz sinnvoll verdichtet oder erweitert werden kann. Gleichzeitig werden mögliche weitere Wärmequellen, wie beispielsweise Geothermie und Umweltwärme aus Luft, Grundwasser oder Gewässern betrachtet. Darüber hinaus wird herausgearbeitet, in welchen Teilen des Stadtgebiets eher dezentrale, individuelle Versorgungslösungen in Frage kommen.
Stadtwerke bringen ihre Expertise ein
Als Betreiber des Wärmenetzes verfügen die Stadtwerke Olching über umfangreiche Kenntnisse der örtlichen Infrastruktur und des laufenden Netzbetriebs. Diese Erfahrungen sowie die bisherige Ausbauplanungen fließen in die Wärmeplanung ein.
„Wir können wichtige Erfahrungen und Kennzahlen aus dem laufenden Betrieb beisteuern und so dazu beitragen, mögliche Entwicklungen des Wärmenetzes realistisch einzuordnen“, erklärt Thomas Grulke, Geschäftsführer der Stadtwerke Olching.
KLIMA³ übernimmt die Projektleitung und die fachliche Gesamtkoordination. Dafür werden unter anderem Gebäude-, Verbrauchs-, Netz- und Infrastrukturdaten zusammengeführt und räumlich ausgewertet.
Was bedeutet die Wärmeplanung für Bürgerinnen und Bürger?
Die kommunale Wärmeplanung entscheidet nicht darüber, welche Heizung in einem einzelnen Gebäude eingebaut wird. Sie soll vielmehr Orientierung geben und aufzeigen, welche Möglichkeiten der Wärmeversorgung in den verschiedenen Gebieten grundsätzlich in Frage kommen.
Welche Heizung für ein konkretes Gebäude geeignet ist, hängt weiterhin von den individuellen Gegebenheiten ab – etwa vom Zustand und Wärmebedarf des Gebäudes, der vorhandenen Technik und den technisch möglichen und sinnvollen Lösungen.
Im weiteren Projektverlauf werden zusätzliche Fachakteure eingebunden. Über wichtige Zwischenergebnisse und Beteiligungsmöglichkeiten wird die Stadt im Laufe des Projekts informiert.
Im Bild v.l.n.r.: Fridolin Felsche (Prokurist & Technischer Leiter, Stadtwerke Olching), Erster Bürgermeister Stadt Olching Maximilian Gigl, Thomas Grulke (Geschäftsführer, Stadtwerke Olching), Dr. Edigna Kessel (Wirtschaftsförderung, Mobilität und Energie, Stadt Olching), Markus Brunnhuber (Bauamtsleiter Stadt Olching), Marie Hüneke (Projektleiterin Klima³), Andreas Weigand (Geschäftsführer Klima³), Amelie Schreiber (Teilprojektleiterin, Stadtwerke Olching)




